Im heutigen Projekt erhielten wir ein neues Kundenmuster: eine Charge kleiner Metallfedern. Auf den ersten Blick mögen Federn wie einfache Bauteile erscheinen – doch aus Sicht der Automatisierung stellen sie besondere Herausforderungen dar: unregelmäßige Form, leichte Verhedderungsgefahr, hohe Elastizität und Empfindlichkeit gegenüber zu hoher Greifkraft. Aus technischer Sicht handelte es sich nicht um eine einfache „Pick-and-Place“-Aufgabe. Es erforderte eine stabile, wiederholbare und schonende Handhabungslösung, die sich nahtlos in einen automatisierten Arbeitsablauf integrieren lässt.

Die Federn kamen in großen Mengen, willkürlich ausgerichtet und oft überlappend oder ineinandergreifend an. Dies führte zu zwei Hauptproblemen:
Herkömmliche starre Greifer würden hier an ihre Grenzen stoßen – entweder würden sie zu viel Kraft aufwenden und die Feder verformen, oder sie könnten sich nicht an geringfügige Abweichungen in Position und Form anpassen.
Um diese Probleme zu lösen, setzten wir eine Kombination aus Vibrationsförderer und Softgreifer ein. Der Vibrationsförderer wurde so eingestellt, dass er die Federn schrittweise trennte und ausrichtete, wodurch sie in einem besser vorhersagbaren Zustand für die Aufnahme bereitgestellt wurden. Allein dies reduzierte die Komplexität des Greifvorgangs erheblich. Der eigentliche Schlüssel zum Erfolg war jedoch der Softgreifer.

Anstatt einer Standardkonfiguration haben wir mehrere gezielte Modifikationen vorgenommen, um die Federgeometrie und die Anforderungen an das Fahrverhalten besser zu erfüllen: